Betroffeneninitiative „Missbrauch in DDR-Heimen“ e.V.

Herr Norbert Prinz begleitet seit ihrer Gründung im Jahr 2012 die bundesweit erste Selbsthilfegruppe für Missbrauchsopfer in DDR-Heimen mit dem Namen „Verbogene Seelen“ in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau.

Die Selbsthilfegruppe bietet Betroffenen von DDR-Heimerziehung die Möglichkeit, sich über Erfahrungen, Gefühle und Probleme im Umgang mit eigenen traumatischen Erlebnissen in der Heimzeit auszutauschen. Die Gespräche miteinander sollen helfen, Betroffene aus ihrer teilweisen sozialen Isolation zu holen und ihnen ein Stückchen Selbstsicherheit zurückzugeben. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, wie persönliche Erfahrungen verarbeitet werden können. Ebenso hilft das Gemeinschaftsgefühl, gemeinsame Anliegen und Bedarfe zu formulieren und entsprechend umzusetzen.

Bereits während der Gründungsphase stand Herr Prinz der Selbsthilfegruppe beratend zur Seite. Sein psychologisches Fachwissen, seine Fähigkeiten bei der Steuerung von Gruppenprozessen und seine kommunikativen Kompetenzen bilden eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Arbeit der Selbsthilfegruppe. Ihm ist es in kurzer Zeit gelungen, die notwendige Vertrauensbasis zu den Betroffenen zu schaffen. Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe schätzen sein Engagement, seine Empathie und sensiblen Umgang mit ihren oftmals schwierigen Problemlagen.

Für seine engagierte, zuverlässige und kontinuierliche Arbeit möchten wir Herrn Norbert Prinz herzlich danken. Wir freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne der Betroffenen von Missbrauch in DDR-Heimen.

Corinna Thalheim / Vorstandsvorsitzende der Betroffeneninitiative „Missbrauch in DDR-Heimen“ e.V.
Gabriele Beyler / Vorstandsvorsitzende der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V.
www.verbogene-seelen.de