Klimakrise-Death Cafe Leipzig

Am 19.08.20 findet um 18:00 Uhr das erste Klimakrise-Death Cafe in Leipzig statt. Weitere Infos: https://www.meetup.com/de-DE/Leipzig-Tiefenokologie-Meetup-Gruppe/events/271746795/
Das Klimakrise-Death Cafe ist eine offene gruppenorientierte Diskussion ohne konkrete Tagesordnung mit dem tieferliegenden Ziel, das Bewusstsein für den Tod und die Folgen der Klimakrise zu schärfen und um herauszufinden, wie man angesichts dessen ein freudiges und sozial verantwortliches Leben führen kann.

„Was öffnet sich, wenn wir das Unvermeidliche akzeptieren, unsere Trauer ehren und dem Vorrang geben, was erlösend, zukunftsfördernd und seelenstärkend ist.“ (John Halstead)

 Weiter Informationen zur Idee und den Rahmenbedingungen von Death Cafe`s unter: https://deathcafe.com/

 Mehr zum Hintergrund:

 Wir steuern geradewegs einer globalen, ökologischen und humanitären Katastrophe entgegen und haben bereits jetzt schon eine Menge verloren.

 Laut der Umweltschutzorganisation WWF könnten in den kommenden Jahrzehnten rund eine Million Arten, aufgrund der Umweltzerstörung durch den Menschen aussterben und mit ihnen ganze Ökosysteme. Man geht schon jetzt von täglich bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten aus.

 Die Erderwärmung schreitet immer weiter voran. Im November 2019 veröffentlichten sieben führende Klimawissenschaftler, in der Zeitschrift „Nature“ eine Rezension (https://www.nature.com/articles/d41586-019-03595-0), in der es heißt, dass eine existenzielle Bedrohung für die Zivilisation unvermeidlich sein könnte, weil 9 der 15 bekannten globalen Klima-Kipp-Punkte, die den Zustand des Planeten regeln, bereits aktiviert worden sind.

„Wir stehen am Anfang eines sich entfaltenden wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruchs, der Jahrzehnte oder länger dauern kann und der sich vor dem Hintergrund eines planetarischen Ökozids abspielt, den niemand verhindern zu können scheint.“ (Paul Kingsnorth, Schriftsteller)

 Dies anzuerkennen fällt schwer, aber tief in unseren Herzen spüren wir alle diese unbequeme Wahrheit. In Analogie zur Medizin scheinen wir uns in einer Übergangsphase von einem kurativen zu einem palliativen Umgang mit der globalen Krise zu befinden, mit allen dazugehörigen psychischen Bewältigungsstrategien wie Verleugnung, Zorn, Verhandeln und Depression.

„Eine Sache zu verbergen, ist eine Art Lüge. Es wäre ehrlicher, die reale Möglichkeit unserer Zerstörung anzuerkennen. “ (Eric Demore, Pädagoge/Essayist)

 Mit dem Klimakrise-Death Cafe möchten wir einen Raum schaffen, in dem wir uns der Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit angesichts der globalen Krise und den vielen damit verbunden Fragen öffnen können. Dies sollte allerdings weder mit Resignation, noch mit einem Aufgeben verwechselt werden. Vielmehr können Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung auch Auslöser für emotionales und spirituelles Wachstum sein.

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